[116] Dachsteinsüdwände ©Herbert Raffalt
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Berichte und Artikel von 7/00 bis 7/01


Deutscher Alpenverein DAV klettern

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 Juli 2000

Die 2. Jahreshälfte fängt miserabel an! Das Gespräch am 06.07.00 zwischen den Vorsitzenden des LV NRW, Carl-Hermann Bellinger und Heidi Cremer, und dem Landrat Wolfgang Spelthahn sowie Vertretern der Landsschaftsbehörde hat zu keinem Ergebnis geführt.
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Es wurde mitgeteilt, das für die Belange der Kletterer Verständnis aufgebracht wird. Aber nach den Balzbeobachtungen der Biologischen Station im Frühjahr könne nicht ausgeschlossen werden, das der Uhu brütet. Deshalb sei die Burgwand erst wieder vom 01.09.00 bis 31.10.00 geöffnet.
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Die Umsetzung der Verordnung stützt sich also NUR auf nicht belegbare Aussagen von Biologen, die sowieso und grundsätzlich gegen das Klettern im Rurtal sind. Die reinste Verarschung also!
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Außerdem sagen Uhu-Experten der EGE (Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen), dass an den Burgwänden eine Beobachtung der Uhu-Balz wegen des herrschenden Verkehrslärms überhaupt nicht möglich ist.
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 August 2000

In den Jahren 1999 bis 2003 passierte im Klettergarten außer den Kontrollen überhaupt nichts mehr! In 2003 wurden dann einige überfällige Hakensanierungen vorgenommen. Leider aber mit nur mäßigem Erfolg...
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Das bedeutet, dass seit 1999 der Klettergarten nicht mehr fachmännisch gewartet wird. Die vorhandenen Haken sollten mit Bedacht und besonderer Vorsicht benutzt werden. Dies gilt jetzt vor allem auch für die Hinkelsteine und die zwei Brüder.
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Natürlich verhandelt der Alpenverein, genauer gesagt der Landesverband des DAV in NRW, weiterhin mit den Behörden um eine Lockerung des Kletterverbots zu erreichen. Nähere Infos dazu finden Sie in den Berichten.
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Den Standpunkt des DAV kann man aus dem Schreiben des 1. Vorsitzenden des Landesverbandes des DAV in NRW, Dr. Carl-Hermann Bellinger, an den Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, ersehen.
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 Oktober 2000

Mit Datum vom 20.10.2000 (handschriftlich geändert, vorher 25.04.2000) wurde den Sektionen des DAV eine Stellungnahme der Bezirksregierung Köln , Dezernat 51, zu den Schutzausweisungen der zur Zeit geltenden VO übermittelt. Das Schreiben nimmt Bezug auf die im 'Anhörungsverfahren vorgetragenen Anregungen und Bedenken'.
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Das Schreiben ist also die Antwort auf das Schreiben des LV NRW vom 28.09.1998 und die Einwendungen der Sektionen und privater Betroffener aus dem selben Zeitraum.
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D.h. schon 2 Jahre nach Erhalt der Schreiben bzw. 18 Monate NACH Inkrafttreten der besagten VO reagiert die Bezirksregierung.
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- Kaum zu glauben... aber wahr!
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Der Inhalt des Schreibens ist geradezu grotesk und gegenüber den Kletterern beleidigend.
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Nach den Ausführungen des Herrn Laroche sind Kletterer u.a. wenig zahlungskräftige, Pommes-fressende, abnormale Gästeverschrecker für die Gastronomie!
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 November 2000

Am 18.11.2000 fand der diesjährige 'Kleine Sektionentag' des LV NRW in Nideggen statt. Wegen des Besuchs von Minister Michael Vesper (MSKS) war die in Dortmund geplant Tagung verlegt worden.
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Begleitet wurde der Minister von der Ministerialrätin Frau Erlenwein, der Landtagsabgeordneten Frau Haußmann (Bündnis 90/Die Grünen) und von Bürgermeister Willi Hönscheid.
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Während des Empfangs auf der Dürener Hütte (Burg Nideggen) konnte dem Minister die derzeitige Situation und unsere Ansichten und Bedürfnisse nähergebracht werden.
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Dabei gelang es auch, einige Mißverständnisse auszuräumen. Frau Haußmann war bisher davon ausgegangen, dass die derzeitig gültige VO der Bezirksregierung ein vom DAV mitgetragener Kompromiss sei.
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Wir konnten deutlich machen, dass ein Kompromiss für den DAV viel stärker den Vorschlägen des IUS-Gutachtens (Ness, 1999) folgen muss.
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Nach dem einführenden Gespräch verschaffte sich der Minister einen Überblick über die von Nideggen aus einsehbaren Felsen.
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Nach dem Felsen-Rundgang (Burgwand) besuchte der Minister den Kleinen Sektionentag und richtete ein Grußwort an die Vertreter der Sektionen.
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Der Minister konnte nicht nachvollziehen, dass es bisher bezüglich der Felsen nicht zu einem von allen getragenen Kompromiss gekommen ist.
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Er wünschte dem DAV für die weiteren Verhandlungen viel Glück und einen weiterhin erfolgreichen Verlauf des Sektionentages.
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Bürgermeister Hönscheid vertrat in seiner Ansprache die Meinung, dass daraufhin zu wirken sei, diejenigen in die Verantwortung zu stellen, die die Felsen nutzen und aktiv schützen wollen.

  






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Streitschlichter Vesper ?
(Artikel aus der DZ)
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Kletter-Streit: Minister will Kompromiss
(Artikel aus der DN)


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 Januar 2001

Hakenfrevel in der Nordeifel

Erstmals wurden jetzt Haken durch eine von der Stadt Nideggen beauftragten Firma in den Kletterfelsen abgeflext. Betroffen sind die Felsen im Bereich 'Rather Turm' und 'Einsiedlerklamm'.
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Dass der untere Weg an den Felsen zwischen Riesentor und Christinenley durch die gefällten Bäume ('X-Fällung') einer Ausholzungsaktion seit Anfang 2000 vollständig blockiert ist, ist schon länger bekannt. Jetzt hat sich eine solche Aktion kurz vor Weihnachten im oben genannten Felsbereich wiederholt.
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Die Mitarbeiter einer Euskirchner Firma (?) haben sich an den Felsen abgelassen und die Haken mit Trennschleifern entfernt. Der Zugang zu den Felsen ist wie im Bereich Riesentor durch gefällte Bäume versperrt. Zusätzlich wurde ein neuer Weg, der die Felsen umgeht, angelegt. Hier werden vor in Krafttreten des neuen Landschaftsplans bereits vollendete Tatsachen geschaffen!
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Wie kam es dazu?
Auf Veranlassung der Biologischen Station in Nideggen-Brück und des ehrenamtlichen Naturschutzes hatte die Stadt Nideggen beim Land NRW öffentliche Fördermittel für Lenkungsmaßnahmen in Höhe von 433.000 DM beantragt. Mit diesen öffentlichen Geldern wurden die Ausholzungs- und Hakenentfernungsaktionen finanziert.
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Bei der ersten Aktion wurde auch ein Aussichtspavillon des Eifelvereins zerstört, da auch der Wanderweg Nr. 5 (Kreuzau-Trier), der teilweise oberhalb der Felsen verläuft, gesperrt werden sollte.


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Bericht von Thomas Karwath
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Die Gastronomie lebt nicht von Verboten
(Artikel aus der DZ)
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Stadt Nideggen sagt Vandalen Kampf an
(Artikel aus der DZ)
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Buntsandsteinfelsen: Ein Kompromiss für beide Seiten?
(Artikel aus der DZ)
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Auf "Safaris" Naturschutz und Tourismus sinnvoll verknüpfen
(Artikel aus der DZ)
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Gewerbe und Naturschutz suchen das Gespräch
(Artikel aus der DZ)
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Kooperation von Naturschutz und Gastronomie denkbar
(Artikel aus der DZ)


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 Mai 2001

Haken in Nideggen nicht sicher!

Wie auf der Startseite dieser Website schon seit längerem berichtet, kümmert sich der DAV nicht mehr um die Hakensanierung in der Eifel.
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Dies war für die ortsansässige Sektion Düren Grund genug, eine entsprechende Meldung in den beiden Dürener Blättern zu veröffentlichen.
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So ist die Situation im Moment:
durch die starke Nutzung hat sich mittlerweile im Effels an einigen Stellen Materialermüdung eingestellt. Einige Umlenkhaken haben sich gelockert oder sind durch das Topropen schon sehr abgeschliffen.
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Unsere Bitte: verlassen Sie sich nicht blind auf die Haken! Gerade die Umlenker sollten vor Gebrauch eingehend kontrolliert werden, da Sie beim Topropen die einzige Sicherung darstellen!
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Hakensanierung?
Der DAV wurde angesprochen, die Haken zu sanieren. Die Sektionen, die sich früher um die Hakensanierung gekümmert haben, sind nicht bereit, Zeit (ehrenamtliche Arbeit!) und Geld (Mitgliedsbeiträge!) für einen Klettergarten zu verschwenden, bei dessen Benutzung die Mitglieder Eintritt zahlen müssen. Noch dazu weiß niemand, ob diese Haken nicht vielleicht in der nächsten Zeit wieder abgeflext werden!


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Kletterhaken sind locker
(Artikel aus der DZ)
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Im Fels sind Haken lose
(Artikel aus der DN)
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Roters: "Grenzen dürfen nicht überschritten werden"
(Artikel aus der DN)


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 Juli 2001

Burgwand wieder erst ab 01. September zum Klettern frei

Die Burgwand in Nideggen ist wieder nur vom 1. September bis 31. Oktober zum Klettern geöffnet.
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Auch in diesem Jahr wurde von den Behörden nicht einmal der Versuch unternommen, festzustellen, ob der Uhu gebrütet hat oder nicht. Es wurde auch niemand beauftragt dies zu tun.


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Experten: Uhus leben im Rurtal gefährlich
(Artikel aus der DN)
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Der Uhu ist in Gefahr
(Artikel aus der DN)



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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein