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Deutscher Alpenverein DAV klettern

Dürener Zeitung, 14.09.08

Nordeifel als Ersatz für die Alpen

Nideggen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums «Klettern in der Nordeifel» feierte die Sektion Nordrhein-Westfalen (NRW) des Deutschen Alpen Vereins (DAV) mit Dr. Ingo Wolf, Landrat Wolfgang Spelthahn und vielen Funktionären des DAV in der Nideggener Festhalle.

Das Programm am Samstag war gespickt mit Vorträgen, Filmen und Buchvorstellungen. Der Vorsitzende des Kölner Alpenvereins, Karl-Heinz Kubatschka, gab einen Rückblick auf die hundertjährige Geschichte der Kletterei in der Nordeifel.

Danach wurden die ersten Routen im Klettergarten Nordeifel vor 100 Jahren zuerst von Mitgliedern des rheinischen Alpenvereins beklettert. Der Weg in die Alpen war weit und so kamen immer mehr Kletterbegeisterte an die Rur, um die Felswände zu besteigen.

Übernachtungsmöglichkeiten

Der Erste Weltkrieg bereitete der Kletterei ein drastisches Ende. Erst Anfang der Zwanzigerjahre gingen die Aktivitäten in etwas größerem Stil weiter. Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten wurden geschaffen. Der Zweite Weltkrieg ließ die Kletterei wiederum eine Zwangspause einlegen.

Dieses Jubiläum in der Nideggener Festhalle soll, so die DAV Sektion Düren, das Augenmerk der Menschen wieder auf die Kletterfelsen rund um Nideggen richten. Der Kompromiss, vor Jahren mit den Naturschutzbehörden beschlossen, soll nach dem Willen der DAV-Sektion gekippt werden, und damit wieder mehr Felsen im Rurtal für die Kletterer frei gegeben werden.

Vorsitzender übt heftige Kritik

Das Handeln von Politik, Verwaltungen und Umweltverbänden ist, wie Kubatschka betonte, «seit etwa 1989 unerträglich». Immer mehr Felsen seien im Rurtal gesperrt worden und Kulturgüter wie etwa Haken an den Felsen habe man lieblos abgeflext.

Ferner verwies der Vorsitzende auf die wirtschaftliche Bedeutung des Kletterns: Der DAV biete in der Nordeifel 270 Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Lösungskonzepte für einen vernünftigen Kompromiss lägen auf dem Tisch. Der DAV möchte wieder Verantwortung an den Felsen übernehmen.

Innenminister Ingo Wolf appellierte, wie auch die anderen Rednerinnen und Redner, an die Vernunft der beteiligten Parteien. «Man muss Natur und Mensch in Einklang bringen!», schrieb er den Gästen ins Stammbuch.

Kritisch bewertete Wolf jene «Öko-Fundamentalisten», die einen Kompromiss verhindern wollen. «In Bayern geht das doch», meinte der Minister. Dort seien Ausgleiche gefunden worden, so dass der Mensch nicht aus der Natur hinausgedrängt werde.



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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein