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Deutscher Alpenverein DAV klettern

Dürener Zeitung, Nr. 46, Donnerstag, 24. Februar 2000



Die Menschen von den Felsköpfen fernhalten

Biologische Station informierte Politik und Bürger

Nideggen. Zum Felsenrundgang zog es die Mitglieder des Nideggener Umweltausschusses. Informationen zwischen Hirtzley und Christinenley waren angesagt. Was die Politiker, aber auch interessierte Bürger Dienstag zu hören bekamen, gefiel nicht jedem: Die Leiterin der Biologischen Station des Kreises Düren, Heidrun Düssel-Siebert, und Dr. Volker Hugenschütt erklärten Volksvertretern und Volk, dass sie Wanderwege sperren wollen. Und dass Felsköpfe nicht mehr betreten werden sollen. Beispielsweise Hirtzley und Christinenley: Dort sollen die Gitter von den Felsköpfen entfernt und wieder so aufgestellt werden, dass der Wanderer zwar weiter einen Blick auf das Rurtal, aber nicht von den Felsköpfen in das Rurtal werfen kann. Dies kam nicht unbedingt bei jedem der Spaziergänger an.

Zitiert:
"Es war die Bevölkerung die hier gelebt und gearbeitet hat, die dafür sorgte, dass es etwas zu schützen gibt. Die Besonderheit des Rurtals ist mehr als nur der Waldweg."
Willi Hönscheid, Bürgermeister von Nideggen

Im Wald am Felsenrundgang waren die Holzfäller aktiv. Wie unsere Zeitung berichtete, liegen Bäume kreuz und quer, versperren jetzt alte Wanderpfade. Aus Gründen des Naturschutzes, wie Volker Hugenschütt Politikern, Mitgliedern des Eifelvereins und des Alpenvereins sowie Umweltschützern erläuterte. Einerseits soll mehr Licht den Wald durchfluten, Eidechsen bessere Möglichkeiten gegeben werden, auf den Felsköpfen ihr Sonnenbad zu nehmen. Andererseits sollen die Bürger des Rurtals und die Touristen nur noch auf ausgewählten Wegen wandern dürfen.

Deshalb wurden auch entlang des oberen der drei Wanderwege und Pfade am Rundgang Felsen besonders stark freigeschnitten, um dem Erholungssuchenden vom Weg aus den Blick auf das Rurtal zu gestatten. Aber auch aus dem Grund, weil die Umweltschützer die Gitter auf den Felsen Hirtzley und Christinenley soweit zurücksetzen wollen, dass die Köpfe nicht mehr betreten werden können. Und sie gehen noch weiter: Einen Teil des Wanderweges 5, von dem Abstecher zu kleineren Felsköpfen führen, beabsichtigen sie ganz zu sperren. Schließlich wollen die Umweltschützer Fauna und Flora Gelegenheit geben, die Felsköpfe ungestört vom Menschen in Besitz zu nehmen.

Die Reaktion auf die durchgeführten Maßnahmen und geplanten Vorhaben waren durchaus zwiespältig: ja zu den Holzfällaktionen, weil der Wald nun lichter wird, verantwortungslose Moun-tain-Biker und Wanderer an ihrem Treiben gehindert werden. Aber: Das Zurücknehmen der Gitter auf Hirtzley und Christinenley oder die teilweise Sperrung eines vom Eifelverein seit Jahrzehnten markierten Wanderweges ging den meisten Anwesenden doch zu weit. Sachlich und ohne Emontionen sollen auch die weiteren Diskussionen auf dem Weg zum Kompromiss geführt werden. (sis)

Bildunterschrift: Blick auf die Burg: Die Mitglieder des Nideg-gener Umweltauschusses und interessierte Bürger ließen sich die verschiedenen Maßnahmen im Bereich der Bundsandsteinfelsen erklären. Foto: sis


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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein