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Deutscher Alpenverein DAV klettern

Dürener Zeitung, Nr. 182, Samstag, 08. August 1998

Intakte Natur als Markenzeichen

Grüne Landtagsfraktion propagiert Strukturwandel im Eifel Tourismus

Nideggen. Mitglieder der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen machten gestern auf einer Tourismusreise ihrer Partei Station in der Eifel. In einer Pressekonferenz auf Burg Nideggen forderte die Fraktionsvorsitzende Gisela Nacken einen Strukturwandel auch für die Eifel. Leitbild grüner Politik sei ein umwelt und sozialverträglicher Tourismus, der das Kapital intakte Natur pflege, auf kulturellen Reichtum der Region zurückgreife und dauerhafte Arbeitsplätze schafft.

Der Tourismus sei ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor in Nordrhein Westfalen, aber bisher immer noch ein ungeliebtes Kind. Mit grünem Tourismus ließen sich durchaus schwarze Zahlen schreiben, sagte die Abgeordnete.

Für die Eifel forderte sie neue Konzepte, kritisierte das "teilweise altbackene Marketing" und sagte: "Es ist schwieriger, einen Familienurlaub in der Eifel zu buchen als eine Reise nach Mallorca." Die Eifel müsse sich auf ihre Tradition als Urlaubsgebiet besinnen.

Der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Peter Eichenseher, riet der Gastronomie in der Nordeifel, den in jüngster Zeit vieldiskutierten Naturschutzaspekt als Markenzeichen zu entdecken. Dies könne zu einem wirksamen Instrument der Wirtschaftsförderung werden. Ziel müsse es sein, den florierenden Tagestourismus zu ergänzen durch Angebote, die Besucher zum längeren Aufenthalt bewegen. Eichenseher sprach von einem unterentwickelten Buchungsystem und von sinkenden Übernachtungszahlen .

Die Grünen betrachten die im Aufbau befindliche Biologische Station, die im ehemaligen Bahnhof Nideggen Brück ihr Domizil finden soll, als geeignete Moderatorin zwischen den Interessen des Naturschutzes und der Tourismusbranche.

Im Anschluß an Ortstermine in Heimbach und Nideggen suchten die Politiker in der Jugendherberge Nideggen das Gespräch mit Naturschutzverbänden, der Gastronomie und dem Alpenverein. Die unterschiedlichen Positionen wurden in einer Diskussion deutlich. In einem einleitenden Referat ging der Leiter der Unteren Landschaftsbehörde, Egbert Wilhelm, auf die Ziele des Schutzgebietes im Rurtal ein. Vizelandrat Cato Hilfert: "Wir möchten, daß alle Beteiligten pragmatisch aufeinander zugehen." (wts)

Bilduntertitel:
Auf der Burg Nideggen gewannen die Politiker von Bündnis 90/Die Grünen einen Überblick über das Rurtal - und über die Konflikte in der Region.



Dürener Zeitung, Nr. 182, Samstag, 08. August 1998


Ziel: Schutz der Natur

Landschaftsplan Kreuzau / Nideggen liegt bald offen

Kreis Düren. Der in Aufstellung befindliche Landschaftsplan für die Stadt / Gemeindegebiete Nideggen und Kreuzau sowie kleine Teilflächen von Vettweiß gilt außerhalb der Ortslagen und der bebauten beziehungsweise bebaubaren Flachen, zu denen ein Bebauungsplan besteht. Im Plan werden örtliche Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege dargestellt und rechtsverbindlich festgesetzt. Er besteht aus Karte, Text und Erläuterungen.

Neben Entwicklungszielen für die Landschaft wie Erhaltung, Anreicherung und Wiederherstellung sowie nutzerverbindliche Festsetzungen zu Brachen, Waldflächen in Naturschutzgebieten und pflege- und entwicklungsbedürftigen Flächen sieht der Entwurf des Landschaftsplanes Kreuzau / Nideggen auch die Ausweisung von besonders geschützten Teilen von Natur und Landschaft vor 20 Naturschutzgebiete, neun Naturdenkmale (überwiegend Einzelbäume und 78 geschützte Landschaftsbestandteile wie Obstwiesen und Feldgehölze sowie sechs Landschaftsschutzgebiete.

Über die bestehenden Schutzverordnungen hinaus sind bis zum Inkrafttreten des Landschaftsplanes ab sofort alle Anderungen verboten.

Offengelegt wird der Planentwurf zwischen 1. September und 1. Oktober. Interessierte Bürger können während dieser Zeit beim Amt für Landschaftspflege und Naturschutz (Untere Landschaftsbehörde) der Kreisverwaltung in Düren, Bismarckstraße 16, Anregungen und Bedenken äußern.



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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein