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Deutscher Alpenverein DAV klettern

Dürener Zeitung, Nr. 179, Mittwoch, 05. August 1998

Die Natur als Chance begreifen

Forum der Grünen zum Konflikt zwischen Naturschutz und Tourismus

Nideggen. Schadet Naturschutz dem Tourismus? Oder verhält es sich eher umgekehrt? Mit solchen Fragen befassen sich die Parteien, Behörden und Nutznießer der Landschaft seit einigen Jahren. Die Diskussion dreht sich um den Uhu und den zahlenden Gast, um Mauereidechsen und Kletterer, um Wasseramsel und Kanufahrer. In ihrer Diskussionsreihe "Arbeit und Umwelt" greifen Bündnis 90/Die Grünen das Thema auf. Am Freitag, 7. August, 14 bis 16.45 Uhr, will die Partei den Konflikt von allen Seiten beleuchten. Sie hat dazu Abgeordnete und Verwaltungsfachleute eingeladen, Gastwirte, Naturschützer und den Alpenverein.

Prominente Diskussionteilnehmer sind die Fraktionssprecherin der Grünen im nordrhein westfälischen Landtag, Gisela Nacken, und Johannes Remmel MdL, umweltpolitischer Sprecher der Partei. Das Thema lautet "Tourismus und Naturschutz im Rurtal Gegensatz oder neue Partnerschaft?"

Naturschutz und Tourismusförderung, das müsse kein Gegensatz sein. Im Gegenteil: Das Gastgewerbe könne von einer intakten Natur profitieren. Mit dieser These gehen die Grünen das Thema an. Vizelandrat Cato Hilfert nennt die Positionen seiner Partei: Die Tourismusbranche müsse auch in der Eifel eine intakte Natur als Standortvorteil begreifen. Es gelte eine Infrastruktur zu schaffen, die andere Formen des Tourismus im Rurtal möglich mache. Die Gastronomie müsse sich auch konzeptionell um neue Ideen bemühen. Dies sei durchaus als Chance in einer Region zu begreifen, in der ein Tourist nur zwei Tage bleibt.

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Oliver Krischer, fordert die Naturschützer auf, an pragmatischen Lösungen mitzuarbeiten. Es gehe um die nachhaltige und schonungsvolle Nutzung einer Landschaft. Ziel müsse es sein, zusammen mit der Toursimusbranche eine einzigartige Landschaft zu erhalten. Dabei müßten alle Seiten von ihren bisweilen ideologisch besetzten Position abrücken.

Dazu sind offenbar auch die Grünen bereit. Das Oldtimerfest, das in Zusammenarbeit von ADAC und Stadt Nideggen in zweiter Auflage gestartet wird, bezeichnete Krischer als "eine sinnvolle Sache". (wts)

Bilduntertitel:
Erwartet von der Gastronomie konzeptionelle Änderungen: Vizelandrat Cato Hilfert.



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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein