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Deutscher Alpenverein DAV klettern

Dürener Zeitung, Nr. 141, Montag, 22. Juni 1998

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Die Erholung muß Vorrang haben

Zu unserem Artikel "Die Eifel auf die sanfte Tour" (siehe "DZ" vom 5. Juni) schreibt Norbert Esslinger, Cranachstraße 118 in Düren:

"Seit Wochen verfolge ich nun schon das Hickhack um die touristische Nutzung des Rurtales, um den Erhalt der schönen Natur und den Versuch, die Interessen aller interessierten Gruppen unter einen Hut zu bringen.

Ich sehe es schon als Fortschritt an, daß sich nach so viel Streit nun die staatlichen Gremien, die von Rechts wegen zur "Einmischung" verpflichtet sind, um eine längst überfällige, umweltverträgliche Nutzung kümmern.

Wenn die Untere Landschaftsbehörde allerdings auf Freiwilligkeit bei der Umsetzung ihrer "schönen" Pläne setzt, ist weiterer Streit vorprogrammiert. Einzelinteressen werden einer gesamtverträglichen Nutzung im Wege stehen, zumindest aber hinderlich sein:

Gastronomie und Hotelerie begünstigen des eigenen Profites wegen den Massentourismus, Sportvereine möchten unbegrenzt die landschaftlich gegebenen Möglichkeiten (Klettern, Kanufahren) nutzen, Campingplatzbesitzer ihr Platzangebot bis zum letzten Quadratmeter ausschöpfen und Naturschützer Flora und Fauna allen anderen Interessen überordnen. Im Interesse aller Erholungsuchenden müssen Kompromisse gefunden und Eigeninteressen hintan gestellt werden.

Das gilt auch für überzogene Krötenschutzmaßnahmen profilierungssüchtiger Kommunalpoliker. Ich bin zwar grundsätzlich gegen allzu viel staatliche Reglementierung manchmal muß der Staat seine Bürger aber zu ihrem Glück zwingen. Gerade im Zusammenhang mit der touristischen Nutzung des so schönen Rurtales sollten die staatlichen Organe ihre Pflicht, der Allgemeinheit zu dienen, mit allen Mitteln gerecht werden nötigenfalls auch durch Ordnungsverfügungen.

Die Interessen der Erholungsuchenden allgemein müssen denen der Profitiers vorangestellt werden. Die angesprochenen staatlichen Stellen sollten aber auch ihrer Pflicht genügen und die vorhandenen Einrichtungen in einem Zustand präsentieren, der den Anforderungen genügt.

Wer beispielsweise auch Tage nach einem größeren Regenguß den Rur Radwanderweg zwischen Kreuzau Friedenau und der Windener Brücke benutzt, muß schon einiges auf sich nehmen.

Radfahrer müssen Artistisches leisten, um den vieien, tiefen Pfützen auszuweichen, Fußgänger am besten Gummistiefel tragen und Mütter oder Väter ihre Kinderwagen geländegängig ausrüsten, um die Wasserlöcher umfahren zu können. Gleiches gilt übrigens auch für die Strecke zwischen der Tennisanlage Lendersdorf und Kreuzau Friedenau links der Rur.

Mit einigen wenigen Fuhren Kies oder Erde wären die Hindernisse beseitigt. Ein großer Kostenaufwand wäre sicher nicht vonnöten."#980622



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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein