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Deutscher Alpenverein DAV klettern

Dürener Zeitung, Nr. 77, Mittwoch, 1. April 1998

Ab heute Kletterverbot in den Buntsandsteinfelsen

Bezirksregierung zeigt Alpinisten im Rurtal "rote Karte" - Kontrollen und Bußgeld drohen - Überwacht "Club aktief"?

Kreis Düren. Jetzt ist es amtlich: Ab heute besteht absolutes Kletterverbot im Naturschutzgebiet Buntsandsteinfelsen im Rurtal. Dies teilte gestern die Kölner Bezirksregierung mit. Grund: der Pacht- und Nutzungsvertrag zwischen der Sektion Düren des Deutschen Alpenvereins und der Stadt Nideggen als Eigentümer der Felsen wurde nicht verlängert, weil der DAV eine viel geringere Zahl von Kletterrouten nicht überwachen will.

RP-Pressesprecherin U. Grönefeld: "Sollte ein anderer Vertragspartner sich bereit erklären, das Klettern auf 220 Routen in den Felsbereichen Effels und Hirtzley zu organisieren, könnten die bisherigen Klettersportaktivitäten in dem Naturschutzgebiet weiterhin stattfinden, soweit Anzahl, Zulassung und Verhalten der Alpinisten geregelt werden."

Seit heute gilt für das Naturschutzgebiet eine sogenannte Veränderungssperre. Dies bedeutet: Alle Nutzungen, die bislang im Gebiet rechtmäßig ausgeübt wurden, sind auch weiterhin erlaubt, "sofern sie nicht zu einschneidenden Veränderungen im Naturschutzgebiet führen".

In den nächsten Tagen und Wochen sollen die zuständige Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren und die Stadt Nideggen durch Öffentlichkeitsarbeit und örtliche Hinweise die geltenden Regelungen verbreiten.

Darüber hinaus können bestimmte Personen damit beauftragt werden, durch Kontrollgänge auf die Einhaltung des Kletterverbotes hinzuwirken und gegebenfalls in Zusammenarbeit mit der zuständigen Polizeidienststelle Kreuzau die Personalien derjenigen Alpinisten feststellen lassen, die sich nicht an das Verbot halten. Ihnen winken dann saftige Geldbußen.

Die besondere Bedeutung des 283 Hektar großen Naturschutzgebietes liegt, so der RP, in den seltenen Lebensräumen von Tier- und Pflanzenarten im Bereich der Felskuppen, Steilwände und den umgebenen Waldflächen.

Vor allem störungsempfindliche Vogelarten wie Uhu, Turmfalke, Wanderfalke und stark gefährdete Tiergruppen wie Fledermausarten, Mauereidechsen und Schlingnattern sind dort zu finden.

"Die ökologische Bedeutung dieses Gebietes ist in einem wissenschaftlichen Gutachten der Landesanstalt für Ökologie sorgfältig untersucht und im Zusammenhang mit den Klettersportkonflikten überprüft worden", begründete U. Grönefeld die RP-Entscheidung. Die ausführlichen Begründungen können bei der Bezirksregierung Köln - Höhere Landschaftsbehörde - schriftlich angefordert werden.

Derweil hat sich der vom Kreis angesprochene "Club aktief" dem Vernehmen nach bereit erklärt, "unter Umständen" die Überwachung des Kletterns zu übernehmen.

Dies wäre jedoch keinesfalls vor dem 1. Mai möglich. Kreis und RP loten nun aus, was in dem Vertrag gefordert werden muß. (nh)



Dürener Nachrichten, Nr.77, Mittwoch, 1.April 1998


Kletterverbot für Buntsandsteinfelsen im Rurtal

Neuer Vertragspartner wird dringend gesucht

Köln / Kreis Düren. Ab April gilt für das Naturschutzgebiet (NSG) der Buntsandsteinfelsen im Rurtal eine Veränderungssperre.

Das Klettern ist künftig verboten, da der Pachtvertrag zwischen dem Deutschen Alpenverein und der Gemeinde Nideggen (als Eigentümer der Felsen) nicht mehr verlängert wird. Ein anderer Vertragspartner kann das Klettern auf 220 Routen in den Felsbereichen Effels und Hirtzley organisieren, wenn die Auflagen für Anzahl, Zulassung und Verhalten der Kletterer eingehalten werden.

An besonderen Tagen können Personen beauftragt werden, die Einhaltung des Kletterverbotes zu kontrollieren und in Zusdammnearbeit mit der Polizei in Kreuzau die Personalien von "Sündern" feststellen zu lassen.

Die besondere Bedeutung des 283 Hektar großen Naturschutzgebietes liegt bei seltenen Lebensräumen von Tier- und Pflanzenarten im Bereich der Felskuppen, Steilwänden und in den umgebenen Waldflächen. Vor allem störungsempfindliche Vogelarten wie Uhu, Turmfalke, Wanderfalke sowie stark gefährdete Tiergruppen wie Fledermausarten, Mauereidechsen, Schlingnatter sind dort zu finden.

Die Bedeutung des Gebietes ist im wissenschaftlichen Gutachten der Landesanstalt für Ökologie sorgfältig untersucht und im Zusammenhang mit dem Klettersportkonflikt überprüft worden. Die ausführlichen Begründungen dieses Gutachtens können bei der Bezirksregierung Köln - Höhere Landschaftbehörde - schriftlich angefordert werden.



Dürener Zeitung, Nr.77, Mittwoch, 1.April 1998


"Naturschutz nicht um jeden Preis"

Blens. Der SPD-Ortsverein Heimbach lädt am Freitag, 3.April, zur Mitgliederversammlung in den Gasthof "Blenser Bauerstube" ein. Ab 20 Uhr diskutieren die Genossen unteranderem zum Thema "Natur- und Artenschutz ja, aber nicht um jeden Preis".



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Burg Nideggen und Burgwand © Günter Kobiolka
Herweg (Quelle: Günter Kobiolka)
Auf der Burgwand
Trichterkante (Quelle: Günter Kobiolka)
An der Burgwand
Hochkoppel bei Untermaubach (Quelle: Günter Kobiolka)
Florian Schmitz
Feuchter in der Burgwand (Quelle: Günter Kobiolka)
Haken für Sandstein